Bei so viel Naturvielfalt überrascht es nicht, dass Costa Rica eine ausge­zeichnete Desti­nation für alle möglichen natur­zentrierten Aktivitäten ist. Wanderer finden zu jeder Zeit den Weg zum Glück, Gipfel­stürmer einen Reichtum an Bergen und wer Bungee-Jumping mag wird Ziplining im Urwald lieben. Aber auch das nasse Element hält mit Rafting und eindrucks­vollen Tauch­gängen einiges bereit.

Von Gipfel zu Gipfel

Bleiben wir oben. Natürlich kann man den Cerro Chirripó auch erklettern, was aber eher den erfahrenen Mountaineers vorbehalten ist. Die höchsten Gipfel des Chirripó weisen eine turmartige Struktur auf, die Crestones, die 80 Meter in die Höhe ragen. Als Belohnung wartet ein wahrhaft panoramischer Ausblick auf den südlichen Teil des Landes, den Pazifik und die Insel Caño. Weniger fordernd und perfekt für Kletter-Einsteiger ist die Escalada Cachí, südlich von San José. Es geht eine 25 Meter hohe Wand hoch, die mindestens so viele Griffe bietet wie eine Bouldering-Halle - mit einem kleinen Unterschied: die berauschende Naturkulisse.

Alles für Wanderer

Von allen Nationalparks finden sich im Corcovado die besten Wanderwege. Tagesausflüge sind am einfachsten, aber für das wahre Corcovado-Erlebnis sollten Sie die 16 Kilometer von La Leona nach Sirena wandern, vom Strand, über Flüsse, tief in den Regenwald (ein Guide muss Sie begleiten). Wenn blau Ihre Lieblingsfarbe ist, kommen Sie um den surrealen Rio Celeste nicht herum; Wasserfälle gibt es überall in Hülle und Fülle (Tipp: Nauyaca) und dass Sie sich in der Gegend des Vulkans Arenal die Beine vertreten sollten, müssen wir an dieser Stelle nicht mehr erwähnen. Hoch hinaus geht es beim Berg Chirripó, bis auf 3.820 Meter, bei Temperaturen, die bis auf 4° sinken. In allen Nationalparks warten Moskitos – rüsten Sie sich aus.

Up in the sky: Ziplining, Brücken & Co.

Von Krone zu Krone im freien Fall, nein nicht ganz frei, gesichert an einer Seilrutsche oder Zipline, so lassen Sie den majestätischen Wald an sich vorbeiziehen oder zippen hoch über den Gebirgen in Guanacaste zur Küste, wie ein geölter Blitz. Genießen Sie die Vogelperspektive und den Adrenalinstoß, das Gefühl über dem Boden zu schweben. Ziplining hat keine physischen oder gesundheitlichen Herausforderungen – wenn es zu wild für Sie ist, können Sie die oberen Stockwerke des Urwalds per Luftseilbahn besuchen. Nicht zuletzt versprechen die Hängebrücken im Selvanatura Park in Monteverde einiges. Werden Sie eins mit dem Nebelwald, eins mit der Natur, eins mit Costa Rica.

Im Meeresreich

Bei all der Artenvielfalt, zwei Weltmeeren und Sichtweite unter Wasser bis 30 Meter ist Tauchen in Costa Rica das, was Sie nicht verpassen sollten. Highlights: mit gigantischen Walhaien schwimmen, anmutige Rochen und Karettschildkröten bestaunen und die intelligentesten Lebewesen des Meeres, Delfine, an Ihrer Seite erblicken. Unter den vielen Tauchorten sticht die Insel Caño vor der Küste von Osa hervor. In ihren fünf Tauchgebieten werden Sie Zeuge von Schwärmen schillernder Fische, Höhlen mit Haien und einzigartigen Korallen-Formationen. Schnorcheln geht am besten im Golf von Papagayo in Guanacaste und an der Halbinsel Osa am Golf von Dulce. Schon einmal Spinnerdelfine mitten im Sprung gesehen?

Wild: Whitewater Rafting

Fluss, Gischt, Geschwindigkeit: Seit den 1980er Jahren mischt Costa Rica in der obersten Riege der Wildwasser-Aktivitäten mit. Unvergesslich ist das Rafting auf dem Pacuare-Fluss, einer der zehn spektakulärsten Flüsse für diese aufwirbelnde Aktivität weltweit. Über 100 km lang und auf der Rafting-Skala zwischen 3 und 5 (von 6 Stufen) angesiedelt, navigieren Sie dort durch enge Canyons und Schluchten auf dem Weg Richtung Karibik. Eine Handvoll Wasserfälle flankiert Ihren Weg durch den atemberaubenden Dschungel, während Stromschnellen wie ‘Rodeo’ oder ‘Pele el Ojo’ (‘Aufgepasst’) ihrem Namen alle Ehre machen. Für Anfänger eignen sich der Sarapiquí und der Savegre besser.